Besuch der Landtagsabgeordneten Margit Wild

23. März 2017 | Posted in Aktionen, Erfreuliches | By

Am 17. März 2017 stellte sich Frau Wild im Rahmen der politischen Bildung den in interessierten Fragen zweier zehnten Klassen und des Studienseminars.

Während die Schülerinnen und Schüler mehr der Tagesablauf einer Politikerin und aktuelle Politk interessierte, wollten die Referendarinnen Genaueres über die ursprüngliche Motivation für eine Politikerlaufbahn, die Schulpolitik, Gefahren durch die AfD und zur Inklusion erfahren.

Gerade durch das persönliche und offene Gespräch gelang es Frau Wild hervorragend, die Schülerinnen und Schüler sowie die angehenden Lehrerinnen für Politik zu interessieren und ihnen auch den Wert unseres Grundgesetzes klar zu machen.

Die einhellige Meinung war: „Das war richtig gut, so etwas hätten wir gerne öfter“.

Vielen Dank Frau Wild!

 

Medientutoren unterwegs in den 5. Klassen

9. März 2017 | Posted in Aktionen, Erfreuliches | By

In der Woche vor den Faschingsferien waren die Medientutoren wieder aktiv. Sie besuchten in Zweierteams die 5. Klassen, stellten ihr Tätigkeitsfeld vor und informierten über die Gefahren von Mobbing und Cybermobbing.

Frühe Prävention hat die höchste Erfolgsgarantie, wenn es um das Thema Mobbing geht. Die Tutoren erklären, was Mobbing in Abgrenzung zu einem Konflikt ist, zeigen Auswege für Täter und Opfer auf und nennen Anlaufstellen. Sie machen auch deutlich, warum Mobbing am Judenstein keinen Platz haben darf. Die Fünftklässler folgten der Präsentation sehr aufmerksam und stellten viele Fragen.

Die Medientutoren stehen allen Schülern, Eltern und Lehrkräften zur Seite, die Fragen haben zu Mobiltelefon, Internetsicherheit oder Computerspielen. Zur Gruppe gehören in diesem Jahr Jessica Machenbach, Kevin Kiefer, Lorenzo Massaro, Alexander Poppen, Matin Ramezzani und Martin Seifert. Sie freuen sich über Anfragen und sind in den Pausen jederzeit erreichbar.

 

Hauptversammlung der Schülerfirma „Beutelsteiner“ bewilligt Geschäftsidee

6. Februar 2017 | Posted in Aktionen, Projekte | By

Wie lernt man die Wirtschaft am besten kennen? In der Praxis!

So gründeten 23 Schüler der Realschule am Judenstein ihre eigene Schülerfirma – die „Beutelsteiner“. Sie haben vor, ihr Produkt – individuelle, umweltfreundliche Stoffbeutel – an Kunden zu vertreiben und damit echtes Geld verdienen.

Im Rahmen des Wahlfachs „Schülerfirma“ nehmen sie an einem Projekt teil, das Jugendlichen ermöglicht, ein Unternehmen zu gründen. Dieses wird von IW JUNIOR gGmbH, Teil des Verbunds der deutschen Wirtschaft Köln, unterstützt.

Das notwendige Startkapital haben die Schüler durch den Verkauf von Förderurkunden zu je 10,00 € an Bekannte, Eltern, Lehrer oder auch Passanten in der Regensburger Altstadt aufgebracht.

Am Donnerstag, den 2. Februar 2017, galt es nun die Förderer von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Äußerst kompetent und charmant legten Geschäftsführer Christian Schieferl sowie seine Mitarbeiter aus den Bereichen Verwaltung, Finanzen, Marketing und Technik dar, wie sie mit individuell gestalteten Stoffbeuteln Geld verdienen wollen. Die ersten Prototypen – mit dem Firmenlogo bedruckte Taschen – hatten die „Beutelsteiner“ bereits gefertigt. Aufmerksam verfolgten die anwesenden Förderer die Präsentation der engagierten Jungunternehmer, stellten interessiert Fragen und zeigten sich vom Konzept angetan.

Jetzt kann die Produktion der Stoffbeutel beginnen!

Mehr unter: www.beutelsteiner.de

Bewerbungstraining in den neunten Klassen

6. Februar 2017 | Posted in Aktionen | By

Wie muss meine Bewerbungsmappe aussehen, damit ich mich positiv hervor hebe? Welche Aufgaben erwarten mich in einem Assessment-Center? Und wie bereite ich mich bestmöglich auf ein Vorstellungsgespräch vor?

Auf diese und viele weitere Fragen konnte Frau Rangl von der AOK Regensburg den Neuntklässlern Antworten geben. Ergänzend zum Wirtschaftsunterricht coachte sie die unmittelbar vor der Bewerbung stehenden Jugendlichen in den Bereichen Vorstellungsgespräch, Einstellungstest und Selbstpräsentation.

Auf diese Weise bekamen die Schüler interessante Einblicke in die Auswahlpraxis von Unternehmen. Mithilfe praktikabler Tipps konnte ihnen die Unsicherheit vor dem Bewerbungsverfahren genommen werden. So stellte der Besuch der Mitarbeiterin des Schulservices der AOK einen weiteren Baustein des Projekts Beruf-(s)-Leben an der RSaJ dar, das die Schüler bei ihrer beruflichen Orientierung unterstützen soll.

Zu Besuch im Jüdischen Zentrum Regensburg

29. Januar 2017 | Posted in Aktionen | By

Am Mittwoch, den 25. Januar 2017, besuchte die Evangelische Religionsgruppe der 9. Jahrgangsstufe zum Abschluss des Themenbereichs „Judentum – Achtung vor dem Verwandten und doch Anderem“ das Jüdische Zentrum Regensburg. Dort wurden wir vom Rabbiner Ephraim Bloch herzlich empfangen. Die Schüler und Schülerinnen hatten Fragen vorbereitet, die sie dem Rabbiner stellen wollten. 

Zunächst musste natürlich jeder der Jungs eine Kippa aufsetzten, um den jüdischen Gebetssaal betreten zu dürfen. Dann ließen wir erst einmal den Saal auf uns wirken. Nachdem sich Herr Bloch den Schülern vorgestellt hatte, waren nun die Schüler an der Reihe, Fragen zu stellen. Ob es an der Ausstrahlung des Rabbiners lag oder an der heiligen Atmosphäre des Gebetssaals ist schwer zu sagen: Jedenfalls kamen die Fragen anfangs sehr zögerlich. 

Die ersten Fragen wurden zum Sabbat gestellt. Herr Bloch erklärte uns, wie die Ge- und Verbote in der modernen Zeit mit der modernen Technik gedeutet werden und wie sich fromme Juden bezüglich Smartphone-Nutzung oder anderer Technik verhalten. Außerdem erklärte Herr Bloch die Schwierigkeit der modernen Technik im Alltag der Juden, wenn zum Beispiel Sensoren Türen öffnen, denn diese elektrische Art der Türöffnung darf am Sabbat nicht genutzt werden. Der Rabbiner betonte den Unterscheid zwischen produktiver Arbeit an Werktagen und Ruhe am Sabbat.

Weitere Fragen der Schüler waren zu den Themen Ruhestand des Rabbiners, neue Synagoge für Regensburg, Homosexualität im Judentum, Shoa, Beschneidung, hebräische Sprache, Gebote für Nichtjuden und viele weitere. Alle Themen beantwortete Herr Bloch in seiner charakteristischen Art: er philosophierte und erzählte zu jeder Frage Geschichten, stellte Gegenfragen und erklärte erst abschließend weitere Details. 

Am Ende der 90-minütigen Besuchszeit zitierte Rabbi Bloch den hebräischen Segensspruch nach dem Toilettengang und erklärte, was es damit auf sich hatte. Unten seht ihr den Segensspruch auf Hebräisch. Hier sind außerdem zwei Links zu dem Thema: https://de.wikipedia.org/wiki/Ascher_Jazzar; http://www.hebrew4christians.com/Blessings/Daily_Blessings/Yatzar/yatzar.html.

Insgesamt war es ein spannender Ausflug mit dem Kennenlernen einer sehr beeindruckenden Person: Ein Rabbiner, Vater, Großvater und Urgroßvater, der sich aller seiner Pflichten sehr bewusst ist und der die jüdische Religion vorbildlich lebt, lehrt und präsentiert.   

Da ich als begleitende Lehrkraft die Heiligkeit des Ortes respektiere, habe ich auf das Fotografieren verzichtet. 

Quelle: http://w1.chabad.org/media/images/667/WJbV6676937.jpg

Drogenpräventionstheater „Drug Diaries“ für die 9. Klassen

19. Januar 2017 | Posted in Aktionen | By

Am 19.01.2017 fand für die 9. Klassen das Suchtpräventionstheaterstück „Drug Diaries“, eine Produktion von „Chapeau Claque“ Verein für kreative Medien und Kulturpädagogik e.V., statt.

Das Stück ist in Zusammenarbeit mit der FRED-Koordinationsstelle des Gesundheitsamtes Schweinfurt entstanden und für SchülerInnen aller Schularten ab  der 9. Klasse konzipiert.

Zerplatzte Träume, Beziehungskonflikte, Schulprobleme, Vertrauensverlust – das Präventionsstück Drug Diaries zeigt eine typische Suchtentwicklung.

Mit den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen wurden die persönlichen und individuellen Gründe für ein Suchtverhalten hinterfragt. In der anschließenden Interaktion wurden Informationen zum Thema Drogen und speziell zum Phänomen „Kräutermischungen“ gegeben und das Thema gemeinsam mit den Schülern aufgearbeitet.

Organisiert hat die Theateraufführung die Suchtpräventionsstelle vom Gesundheitsamt Regensburg. Bei der Finanzierung wurden sie von der Sieglinde Nothacker Stiftung unterstützt.

Präventionsvortrag an der Realschule am Judenstein

18. Januar 2017 | Posted in Aktionen, Projekte | By

Mitte November statteten vier Beamte der KEV Furth im Wald auf Einladung der Chemielehrerin Ingrid Schwarzfischer der Realschule Judenstein in Regensburg einen Besuch ab.

„Es ist mir ein großes Anliegen, das Thema Drogen anzusprechen. Der Besuch der Fachleute ist mir daher sehr wichtig, da bei den Schülerinnen und Schülern oft falsche Vorstellungen hinsichtlich der gesundheitlichen Schäden und der rechtlichen Folgen bei Drogenkonsum existieren“, so Erich Bauer, Konrektor an der Realschule bei seiner kurzen Begrüßung.

Doch dieses Mal begannen die Zöllner ihre Veranstaltung nicht mit „grauer Theorie“, sondern bauten zu Anfang einen „Praxisteil“ mit ein.

In den zwei Vorträgen vor insgesamt über 100 Schülerinnen und Schülern stellte ZBI Franz Multerer gemeinsam mit ZHS Herbert Kreuzer zunächst eine realistische Kontrollsituation nach, bei der die passiv anzeigende Rauschgiftspürhündin Fanny zum Einsatz kam. Zwischen aufgestellten Stuhlreihen, die Sitzreihen eines Reisebusses darstellten, suchte die Hündin die Schülerinnen und Schüler nach versteckten Drogen ab. Innerhalb kurzer Zeit wurde sie auch fündig: Crystal in Handy und Kamera. Die Beschuldigte war jedoch eine Auszubildende des Zolls, die vorab entsprechend „präpariert“ wurden.

Nach dieser eindrucksvollen praktischen Vorführung zeigten ZAI Franz Sporer und ZHS Sigmund Adam Fakten zu Drogen und deren Auswirkungen auf.

Dabei teilten sie die Drogen in drei Kategorien ein:

Pflanzliche Drogen (z. B.: Marihuana), synthetische Drogen (z. B.: Crystal Meth) und halbsynthetische Drogen (z. B.: Heroin).

 „Das Prinzip ist immer noch dasselbe. Crystal zum Beispiel pusht dermaßen, dass der Körper über Stunden und Tage, auch ohne Schlaf, auf Höchstleistung läuft“, erklärte Sporer. Doch die Liste der körperlichen und psychischen Langzeitschäden ist lang und erschreckend, nicht zuletzt weil etliche Konsequenzen irreversibel sind. Und es gebe keinen Konsumenten, der es nicht bereut hätte, mit Crystal angefangen zu haben.

Eines haben alle Drogen gemeinsam: sie beeinflussen die Gehirnaktivitäten und richten mehr oder weniger erhebliche Schäden im Gehirn an“, so Franz Sporer während seines Vortrags.

Kollege Sigmund Adam rollte die Problematik von einer anderen Seite auf, indem er die interessierten Schülerinnen und Schüler auf mögliche (straf)rechtliche Folgen von Drogenbesitz wie Schulausschluss, Führerscheinentzug oder drohendem Studien- und Arbeitsplatzverlust hinwies.

„Mit Drogen kann man sich sehr leicht sehr große Steine in seinen weiteren Lebensweg legen“, so Adam.

Die Schülerinnen und Schüler verfolgten aufmerksam den Vortrag und stellten detaillierte Fragen, die von den Zöllnern gerne und umfassend beantwortete wurden.

„Dieser Vortrag hat mir vor Augen geführt, wie gefährlich Drogenkonsum sein kann, ganz gleich um welche Droge es sich handelt. Ich sehe das alles jetzt ganz anderes“, so eine Schülerin am Ende des Vortrags.

Im Vorfeld zu den beiden Veranstaltungen mit den Schülerinnen und Schülern zeigten die beiden Präventionsbeamten des Hauptzollamts Regensburg den Lehrkräften der Realschule Judenstein in einem eigenen Vortrag die Anzeichen und Gefahren des Drogenkonsums auf.  

Spendenaktion „Weihnachtstrucker“ für Kinder und Familien – die Judensteiner ganz aktiv

12. Januar 2017 | Posted in Aktionen | By

Zum sechsten Mal in Folge beteiligten sich die Schüler der Realschule am Judenstein an der Spendenaktion der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.. Dieses Mal mit ihrer persönlichen Rekordbeteiligung von insgesamt 23 Paketen!
Einer Packliste folgend sammelten die Schülerinnen und Schüler Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Speiseöl, Reis, Nudeln, Duschgel und Zahncreme für die Körperhygiene sowie einem kleinem Geschenk für die Kinder. In Null-Komma-Nichts wurde die Posten der Liste innerhalb der Klassen verteilt und es wurde fleißig gepackt. Auch das Lehrerkollegium steuerte Pakete bei.
Die Hilfsgüter werden in eine der ärmsten Gegenden Osteuropas transportiert. Die vielen gespendeten Päckchen sind nicht nur eine echte Überlebenshilfe, sondern zugleich ein Lichtblick im Leben der notleidenden Kinder, Jugendlichen, Familien, alten Menschen und Menschen mit Behinderung im Südosten Europas – ein Zeichen, dass sie nicht vergessen werden.
Für unsere Schülerinnen und Schüler war es eine Selbstverständlichkeit, sich mit Feuereifer zu beteiligen. In den Klassenzimmern wurden die Packlisten ausgehängt und wer wollte und konnte, brachte etwas mit. Nicht immer klappte alles reibungslos, so ist beispielsweise am letzten Tag noch ein Paket „zusammengebrochen“. Doch zu guter Letzt konnten alle 23 Pakete, teils liebevoll verziert oder in Geschenkpapier gewickelt, in den Truck der Johanniter geladen werden.
Ein ganz herzlicher Dank an alle beteiligten Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und auch die unterstützenden Eltern!

Der Weihnachtsdekowettbewerb der Videogruppe der RSAJ

12. Januar 2017 | Posted in Aktionen | By

Wie bereits letztes Jahr rief die Videogruppe der RSaJ zum Weihnachtsdekowettbewerb auf. Insgesamt sieben Klassen bewarben sich mit der Gestaltung ihrer Klassenzimmer. Sie verbrachten viel Zeit damit, die Zimmer liebevoll mit selbstgebastelten Sternen, Girlanden, Lametta, Christbäumen in jeder Form und ganz besonders mit meterlangen Lichterketten zu dekorieren. 

Der Jury, bestehend aus Hr. Huber und Hr. Bauer, fiel es nicht leicht, sich für die Gewinner des Wettbewerbes zu entscheiden. Jedes Klassenzimmer hatte seine eigene Handschrift und seinen eigenen Charme. 

Letztendlich fiel die Wahl auf folgende Klassen:

5 x 3. Preis: Klasse 5a, 5c, 8a, 8c, 9a Gutscheine zum Eisessen für die ganze Klasse
2. Preis: Klasse 7d Ein Besuch im Ostentorkino für die ganze Klasse
1. Preis: Klasse 6a Ein Besuch im Ostentorkino für die ganze Klasse

Herzlichen Glückwunsch! 

Wir danken allen teilnehmenden Klassen für die Mühe und freuen uns auf einen erneuten Wettbewerb im nächsten Jahr! 

Die Stadt verändert ihr Gesicht – Gentrifizierung am Unteren Wöhrd

12. Januar 2017 | Posted in Aktionen | By

Im Expertengespräch mit Herrn Eichinger und Herrn Pielmeier haben wir erfahren, dass sich die Stadt Regensburg nicht nur im Wachstum, sondern damit auch im Wandel befindet. Urtümliche Straßenzüge der Altstadt sind da nicht ausgenommen: Hier wird saniert und nachverdichtet, was das Zeug hält. Super, oder? 

Aber… wie empfinden das eigentlich die Bürger vor Ort? Um das herauszufinden, machten wir uns am 24.11. mit Frau Klessinger und Frau Eigner an den Unteren Wöhrd auf, um dort vier Anwohner, die seit vielen Jahren am Wöhrd leben, zu interviewen.

Der Untere Wöhrd ist eine Donauinsel mitten in der Altstadt. In den letzten 15 Jahren wurde das Viertel enorm nachverdichtet; zum Teil sehr nahe an das Donauufer. Der Hochwasserschutz besteht hier aus einem Hochufer, flutbaren Tiefgaragen, bereits installierten Pumpen und mobilen Schutzelementen, die die Stadt bei Hochwasser aufstellt. Ein umfangreiches Paket, das die Bürger hier vor größeren Katastrophen schützen können soll. Trotzdem bleibt die Sorge, das dies nicht reichen könne, meint eine Anwohnerin. So sei zwar die Wöhrdstraße selber weniger betroffen, wenn das Wasser über die Jahrhundertmarke steige, die neugebauten Häuser im Uferbereich aber sehr wohl. Wir begehen mit unseren Interviewpartnern den Hochuferbereich und erkennen: Es wird wohl auch nichts nützen, wenn hier die Häuser auf Stelzen gebaut sind. Wenn man so nahe an den Fluss baut, dann muss man damit rechnen, das Wasser zumindest im Keller steht!

Anwohner R. Schmid, der seit nahezu siebzig Jahren in der Wöhrdstraße lebt, bedauert am meisten, dass die Nachverdichtung mit modernen Wohnwürfeln den Charme des ehemaligen Fischerviertels nachhaltig zerstört. Lediglich in der Werftstraße würde der alte Charakter der Wöhrdinsel noch erhalten bleiben.

Die schmerzvollste Veränderung ist in den Augen der Künstlerin und Sozialpädagogin Renate H.- B., dass das Wöhrdviertel seine Eigenständigkeit verliert. Wo früher Werkstätten, Einzelhandel und wichtige Begegnungsstätten waren, sind jetzt hochklassige Wohnungen entstanden. So fielen beispielsweise zwei alteingesessene Wirtshäuser der Sanierung zum Opfer. Darunter die über 100 Jahre alteingesessene Traditionsgaststätte „Einhorn“ … ein unwiederbringliches soziales Zentrum, dessen Verlust viele Anwohner nachhaltig bedauern.
Natürlich sei es wichtig, so ein weiterer Interviewpartner, dass alte Bausubstanz saniert und damit ihr Wert auch für die Zukunft erhalten bleibe. Als „ungut“ empfänden manche Wöhrdbewohner aber, wenn die Sanierung eines Viertels zu Gentrifizierung (Aufwertung eines Viertels zugunsten wohlhabender Bürger) führt. Zwar bewohnen am Unteren Wöhrd noch manche Bürger ihre Wohnungen zum alten Mietpreis – in den sanierten Häusern führten aber Mietpreiserhöhungen dazu, dass nicht jeder nach dem Umbau wieder in ihre Wohnungen zurückgehen konnte. Denn sie war schlichtweg zu teuer geworden. Die Teilhabe aller Bürger ist also nach der Umgestaltung des Wöhrdes leider nicht mehr gegeben.

Häuser auf Stelzen – sinnvolles Bauen am Fluss?

Nachverdichtung zwischen alter Bausubstanz

Sanierung alter Bootshäuser zur Schaffung luxuriöser Appartments

Ach, … Lernen kann so schön sein…

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